Der geehrte Leser kann hier über mein Zuhause, Horsemanship Zentrum Kroisbach lesen. Anfang 2017 habe ich ein Grundstück mit etwa 5,56 Ha bekommen, so kann ich endlich nach vielen Jahren meine Pferdeträume verwirklichen.
Warum “Horsemanship” Zentrum?
Heutzutage hört man das Wort „Horsemanship“ immer öfter, immer mehr Pferdeleute machen diese Methode. Um die Bedeutung dieses Wortes Euch zu erklären, muss ich zuerst das erzählen, was es in seiner eigenen Sprache bedeutet.
Das Wort „Horsemanship“ hat eine lange Geschichte, viele meinen darunter den Umgang der Indianer mit dem Pferd. Horsemanship trat erst dann ins Tageslicht , als Pat Parelli mit einem Muli eine sehr harmonische Arbeit vorgeführt hatte. So ist er bekannt und weltberühmt geworden, und er hat die Methode als Parelli Natural Horsemanship genannt. Nachher sind immer mehr Horsemanship Methoden entstanden. Egal, wie viele Sorten, unter Horsemanship versteht man das Pferd, den Menschen und die Bindung zwischen den zwei. Und gerade dies ist das Motiv, was mich auch immer beschäftigt hat.
Für mich ist Horsemanship nicht anders, als ein Sammelbegriff für alle Fälle, die durch die Kommunikation zwischen Pferd und Mensch entstehen. Die können passive Beobachtungsstunden, Mitspazieren mit dem Pferd beim Grasen, Dressurtraining, Bodenarbeit oder Ausreiten sein. Für mich ist die psychische, mentale und physische Gesundheit des Pferdes besonders wichtig, und diese Aspekte baue ich in meine Trainingseinheiten hinein. Das Verständnis des Pferdes mit Anatomie und Ethologie kann natürlich auch nicht fehlen! Durch Horsemanship lernt man das Pferd richtig kennen, wir lernen das Pferd und sein Leben verstehen und respektieren. Wir werden ein Mitglied der Pferdegruppe zu sein: das Alphatier! So ist Horsemanship in meinen Augen ein Lebenstyl – keine Methode, oder keine Arbeit. Das Leben mit dem Pferd in Verwendung von anspruchsvollen, funktionellen und korrekten Ausbildungsmethoden.
Was ist das Ziel vom Zentrum?
Das Ziel des Horsemanship Zentrums ist einen Platz zu erstellen, wo man die obigen Grundprinzipien in aller Ruhe ausüben kann. Diesen Weg zu gehen, das Erlernen von diesem Lebenstyl benötigt Zeit, Energie und Übung – wie bei jeder anderen Neuigkeit. Ein anderes Ziel des Zentrums ist, Horsemanship bekannter zu machen und näher zu den Menschen zu bringen, egal ob jung, oder alt, Anfänger oder Experten in einem anderen Reitstyl. Der natürliche Umgang mit dem Pferd, und die Personalisierung der Pferdeausbildung (in Kenntnis von Anatomie, Ethologie und Ökologie) ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt für mich. Und falls man all dies erreicht hat, kann man sagen, dass sein Pferd ausgeglichen ist.
Im Zentrum werden nicht nur Pferdeprogramme stattfinden, da man die Nähe vom Neusiedler See unbedingt ausnutzen muss! Die Flora und Fauna ist in der unmittelbaren Umgebung des Zentrums sehr reich. In Kooperation mit Fertő-Hanság Nationalpark werde ich Tierbeobachtungstage, Ausflüge und „Abfall-entsorgungs-Tage“ halten, um die Natur kennenzulernen, und zu schützen.
Was kann das Zentrum einem Pferd anbieten?
Im Zentrum möchten wir alles aufbauen, was eine gute Pferdeausbildung mit breitem Spektrum benötigt: 20×40 Meter Reitplatz mit Grasboden, um die ideale Verhältnisse für Bewegung und Hufe zu sichern, mobiler Round-pen, und eine Reithalle (15×30 Meter). Die Pferde werden in Koppeln leben, die nach dem sogenannten „Paddock trail (Paddock paradise)“ Idee aufgebaut sind, um unterschiedliche Bodenverhältnisse und mehr Bewegung erleben zu können. Darüber hinaus möchte ich einen Agilty/Desensibilisierungsplatz aufbauen, wo man die Pferd-Mensch Beziehung austesten kann. Die üblichen und natürlichen Hindernisse für Springen dürfen auch nicht fehlen.
Bis ich diese Voraussetzungen zur Verfügung stellen kann, wartet die Baustelle auf mich. Bin ich fertig, werde ich eintägige Seminare und Kurse für Pferdeleute mit aktuellen Themen anbieten (sowohl auf Deutsch, als auch auf Ungarisch). Für die Kinder habe ich die Möglichkeit für Bewegung-, und Fähigkeitsentwicklung.
11. März, 2017:
Erste Bearbeitung der Erde geschafft, wir haben auch viele Steine mit der Hand gesammelt. Es schaut besser aus!
4. April, 2017:
Wir säten mehrere Grassamenmischungen und Luzernesamen aus. Jetzt kann es regnen!
9. Mai 2017:
Jetzt haben wir den Zaun und unser Gras wächst auch.
20. Mai 2017:
Das Gras ist immer grösser, regnen könnte es natürlich mehr. Heute haben wir an der ganzen Fläche Unkraut gezupft. Wir verwenden keine Chemikalien.
21. Juni 2017:
Deutsches Weidegras dominiert!
22. Juli 2017:
Heute haben wir die ganze Fläche zum ersten Mal gehäckselt. Die Grassamen brannten leider in den Pflanzen hinein, da der Sommer sehr heiß und trocken ist. Zum Glück haben wir schon einen Brunnen!
Frühling 2018:
Wir haben mit dem Bauen angefangen. Die Bewilligung des Bauplans hat relativ lang gedauert, da wir einige speziellen Wünschen hatten. Jetzt sind wir aber im Schwung!
Sommer und Herbst, 2018:
2019 Sommer und Herbst: Es gibt noch immer sehr viel zu tun, aber es ist sehr schön hier zu wohnen.

































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